Vernetzung mit Mitbewohnern und dem Gebäude

Ein Interview der ImmobilienZeitung mit unserem Gründer Dr. Chris Richter.

Das Proptech Animus bietet eine App, mit der sich die Bewohner eines Quartiers vernetzen und Zusatzdienste buchen können. Jetzt will Gründer Chris Richter dieses Angebot mit Smart- Home-Anwendungen koppeln.

Immobilien Zeitung: Herr Richter, dass Wohnungsunternehmen und Eigentü- mergemeinschaften mit ihren Hausbe- wohnern per App kommunizieren, ist mittlerweile nichts Neues mehr. Wodurch zeichnet sich die Quartiers- App von Animus aus?

Chris Richter: Unsere Wettbewerber gehen oft aus der Sicht einer Hausver- waltung an das Thema heran oder sie kommen aus dem Bereich Smart Mete- ring. Wir haben jedoch gemerkt, dass sich Wohnungsnutzer nur schwer über reine Verwaltungsfunktionen vom Vor- teil einer digitalen Anwendung überzeu- gen lassen. Letzten Endes suchen Men- schen immer den sozialen Austausch. Unsere Quartiers-App übernimmt dabei die Rolle eines elektronischen Con- cierge-Services und ermöglicht gleich- zeitig die Vernetzung der Bewohner untereinander, sodass ich beispiels- weise leichter einen Nachbar finde, der für mich ein Paket annehmen kann. Mit ambiHome haben wir jetzt außerdem einen Partner, über den wir Smart- Home-Anwendungen in die App einbin- den.

IZ: Heißt das, die Quartiers-App kann gleichzeitig zur Heizungssteuerung ver- wendetwerden?
Richter: Ja, wir wollen den Bewohnern die Möglichkeit geben, alle Informatio- nen und Dienste rund ums Haus über eine einzige App zu steuern. Unser Pilotprojekt ist das Wohnquartier Bel- leRü in Essen-Rüttenscheid, bei dem Interboden derzeit 70 Wohneinheiten realisiert. Das Quartier wird gerade gebaut, die Smart-Home-Einbindung ist in der finalen Testphase.

IZ: Marktforscher sehen bei Smart Home zwar viel Potenzial, aber auch große Vorbehalte in der Bevölkerung, vor allem in puncto Datensicherheit. Die Nutzerzahlen wachsen nur langsam. Richter: Diese Vorbehalte sind uns bewusst. Die häufigsten Abwehrreaktio- nen betreffen den Preis von Smart- Home-Lösungen, die Angst vor Daten- missbrauch und die Schwierigkeit, einen Techniker zu finden, der sich mit dem Einbau auskennt. Wir glauben, dass wir für alle diese Ängste eine Antwort gefunden haben.

IZ: Bräuchte es dazu nicht erst einmal einen verlässlichen Datenstandard für Anwendungen rund um Smart Home? Richter: Jeder Standard, der nicht von einem internationalen Gremium abge- segnet ist, wäre ja nur eine Insellösung und die funktioniert auf Dauer nicht. Statt als einzelnes Unternehmen zu ver- suchen, einen Standard zu setzen, liegt der Schlüssel unserer Ansicht nach in offenen Schnittstellen. Auf der Seite der Hardware ist das ohnehin kein Problem, es gibt schon Anbieter, die sich auf einen Universalstecker für alles speziali- siert haben. Wichtig ist, dass auf der Software-Ebene ebenfalls alle Geräte untereinander kommunizieren können. IZ: Die Idee offener Lösungen klingt an sich gut. Aber bedeutet das letztlich nicht auch mehr Angriffspunkte für mögliche Hackerattacken?

Richter: Deswegen steht bei uns der Smart-Home-Server in der jeweiligen Wohnung, es werden also nicht ständig Daten in der Cloud hin- und hergescho- ben. Und der Zugang zum Server über das Smartphone des Mieters lässt sich

mittlerweile zuverlässig verschlüsseln. Die Technik funktioniert bereits. Um die einzelnen Komponenten unseres Smart- Home-Systems zu zeigen, haben wir eigens in Düsseldorf einen Showroom aufgebaut.

IZ: Wären solche smarten Lösungen auch für Gewerbeimmobilien denkbar? Richter: Im Gewerbebereich ist auf- grund der Größe der Einheiten die Nachrüstung der entsprechenden Kom- ponenten wesentlich schwieriger. Außerdem gibt es eine gewisse Barriere in den Köpfen der Betroffenen: Da der einzelne Büronutzer normalerweise nicht die Nebenkosten für die Räume bezahlt, verfügt er oft über wenig Inter- esse an technischen Lösungen zur Ver- brauchsoptimierung, die bei Smart Home immer ein Thema ist. Wenn jemandem im Büro zu warm ist, wird eben ein Fenster geöffnet, statt die Hei- zung kleiner zu drehen.

IZ: Denken Sie, dass Smart Home zumindest im Wohnbereich künftig Standard sein wird?
Richter: Ich glaube schon, dass die Nachfrage der Wohnungsnutzer nach einem kompletten Ökosystem rund ums Haus zunehmen wird. Technische Lösungen können dazu jedoch nur eine Ergänzung sein, die Kommunikation muss immer offline möglich bleiben. Sonst verliert der Betreiber oder Ver- walter eines Quartiers ein wichtiges Identifikationsmerkmal.

IZ: Herr Richter, wir danken Ihnen für das Gespräch!
Die Fragen stellte Ulrich Schüppler.0202

Neues Modul: Smart Home in Kooperation mit ambiHome

Obwohl der Begriff Smart Home in den Medien aktuell sehr viel Beachtung erlangt und vielfach diskutiert wird, werden entsprechende Funktionen aktuell noch von wenigen Menschen genutzt. Fast jeder von uns besitzt ein Smartphone und nutzt damit verschiedene Apps – bisher findet aber kaum eine Vernetzung rund um das eigene Zuhause statt. Dabei könnte eine Steuerung des Lichts, der Heizung, der Türzugänge etc. über das Smartphone eigentlich in vielen Situationen so praktisch sein. Wir sind überzeugt davon, dass sich die Digitalisierung der eigenen vier Wände weiterhin positiv entwickeln wird und haben deshalb entsprechende Funktionen in unsere Mieter-App eingebaut.

 

Um diese Funktionen zur intelligenten Haussteuerung für unsere Nutzer attraktiver zu machen, arbeiten wir  mit dem Unternehmen ambiHome zusammen. Dieses bietet ein KNX-Hausautomationssystem, bei dem Wohnkomfort, Sicherheit und Energieeffizienz im Vordergrund stehen – nicht die Technik. Zusätzlich ist das System preiswert und sehr einfach und intuitiv bedienbar.

 

Folgende Funktionen (Auszug) umfasst das Tool von ambiHome:

√      Lichtsteuerung

√      Heizungssteuerung

√      Verschattung (Rolladen/Jalousien)

√      Musik

√      Gruppenfunktionen

√      Zeitschaltuhren

√      Anwesenheitssimulation

 

Im folgenden Video wird die Funktion noch näher vorgestellt:

Neue Funktionen: Anmailen und Chatten unter Nutzern

Seit Mitte April umfasst unsere umfangreiche Software eine weitere Funktion: das Chatten unter Nutzern. In einer Liste werden dem Nutzer dabei alle angemeldeten Nachbarn bzw. Kollegen im Quartier bzw. Bürogebäude angezeigt. Er kann anschließend Nutzer aus der Liste auswählen und diese persönlich anschreiben. Natürlich hat dabei jeder Nutzer die Wahl, ob er in der Liste aufgeführt werden möchte oder lieber anonym bleibt.

Über diese neue Funktion können Quartiere bzw. Bürostandorte noch mehr Attraktivität gewinnen, indem die unterschiedlichen Parteien in einer Immobilie besser miteinander vernetzt werden. Die Anonymität in Großstädten wird weiter aufgehoben – es entsteht ein regionales, soziales Netzwerk.

Wir freuen uns darauf die Quartiere und Bürostandorte durch unser Mieter-Portal noch lebendiger zu gestalten!

SMART CITY – Teil 4: Sicherheit

Mit den Veränderungen in den zuvor erläuterten Bereichen und Themenfeldern wird auch das Thema Sicherheit zunehmende Bedeutung erlangen. Während man den Begriff „Öffentliche Sicherheit“ heute noch stark mit der Unversehrtheit der Bürger und mit Institutionen wie der Polizei, Feuerwehr und Gesundheitswesen verbindet, wird sich der Sicherheitsbegriff in Zukunft vor allem auf den Schutz der neu geschaffenen Kommunikationsinfrastruktur ausweiten. Die Vorteile einer stark vernetzten Kommunikationsstruktur liefern gleichzeitig das Risiko der Verletzbarkeit mit unmittelbaren Auswirkungen auf essentielle Bereiche der städtischen Infrastrukturen.

 

Hierbei wird sich die Prävention von Risiken in der Zukunft zu einem Schlüsselbegriff in der Smart City entwickeln. Das bedeutet, dass die Komponenten, die die Kommunikationsstruktur der Stadt mit Inhalten befüllen kontinuierlich überwacht werden müssen. Durch ständige Kontrollen und eventuell Simulationen sollten die Systeme für den Fall einer Krisensituation getestet und ausgerüstet sein. Hierbei ist vor allem der einzelne Bürger und seine persönlichen Daten zu schützen, wenn dieser seine Daten z.B. beim Online-Shopping preisgibt.05

SMART CITY – Teil 3: Information & Kommunikation

Einen weiteren wichtigen Bestandteil der Smart City Definition stellt die Weiterentwicklung und Verbreitung der Bereiche Information und Kommunikation dar. Hierbei wird die Kommunikation neu definiert werden und sich nicht mehr nur getrennt auf Festnetz, Mobilfunk und Internet beschränken, sondern alle Kommunikationsinfrastrukturen miteinander vereinen. Neben den heute bereits üblichen Endgeräten wie Smartphones oder Notebooks werden außerdem weitere Kommunikations-Endpunkte, wie bspw. Autos, Küchengeräte, Gebäude oder Straßen ins Kommunikationsnetz integriert werden.

Damit sollen neue Maßstäbe vor allem hinsichtlich der öffentlichen Verfügbarkeit von Informationen und Transparenz geschaffen werden. Mit dem Berliner Open-Data-Portal wird das in einem bundesweit ersten Pilotprojekt in Kooperation mit Fraunhofer FOKUS erprobt. Daten aus der städtischen Verwaltung, wie bspw. zur Verkehrssituation, Luft- und Wasserqualität, Pollenflug oder Umweltdaten, sollen für alle zugänglich gemacht werden. Damit werden aber auch Themen wie Datenschutz und Datensicherheit zunehmende Bedeutung erlangen.

Das mobile Internet wird zunehmend noch wichtiger werden und bis 2020 den Hauptanteil der Internetnutzung einnehmen. Dazu werden die bestehenden Netze nicht ausreichen – neuartige Breitbandnetze werden bereits weltweit getestet. Breitbandige Kommunikationsnetze sind deshalb eine wichtige Lebensader für die Stadt der Zukunft.

SMART CITY – Teil 2: Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit

Seit den 1990er Jahren bestimmt nachhaltige Entwicklung, also einer Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne die Bedürfnisse späterer Generationen zu gefährden, den Stadtentwicklungsdiskurs. Auslöser dieses Umdenkens sind Herausforderungen wie der Klimawandel und die Grenzen des Wachstums. Das Konzept der Nachhaltigen Stadt basiert vor allem auf einer ökologischen, ökonomischen und sozio-kulturellen Betrachtungsweise.

Ziele einer nachhaltigen Stadt bzw. Stadtentwicklung und Stadtpolitik können dabei sein:

  • ökologische Dimension: nachhaltige Nutzung erneuerbarer Ressourcen und minimale Nutzung nicht-erneuerbarer Ressourcen
  • ökonomische Dimension: Betonung einer regionalen Kreislaufwirtschaft, minimale Transportintensität und z.B. eine Innovationspolitik mit dem Fokus auf eine nachhaltige Wirtschaftsweise
  • sozio-kulturelle Dimension: multikulturelles Zusammenleben, Mitverantwortung und demokratische Partizipation der Bevölkerung

SMART CITY – Teil 1: Mobilität

Mobilität – Stau gehört der Vergangenheit an

 

Ob durch intelligente Leitsysteme für den Verkehr, der Nutzung von Real-Time-Informationen zur besseren Ausnutzung des Straßennetzes oder durch eine intermodulare Routenplanung: das Thema Mobilität bietet zum heutigen Standpunkt noch viel Verbesserungspotenzial. Experten gehen davon aus, dass durch eine digitale Verkehrssteuerung eine Kapazitätssteigerung von bis zu einem Drittel erreicht werden kann – ganz ohne bauliche Maßnahmen.

Die Verbreitung von elektronisch betriebenen Fahrzeugen und ein Ausbau des Car-Sharing-Netzes, welches in vielen großen deutschen Städten bereits genutzt wird, kommen zusätzlich der Umwelt zugute.

Die Weiterentwicklung der Zahlungsmethode Mobile Payment – also einfache Durchführung von Zahlungen übers Smartphone – hat ebenfalls eine Auswirkung auf die Mobilität: hierdurch erhofft man sich eine Absenkung der Schwarzfahrerrate und größere Auslastung des öffentlichen Nahverkehrs.15

SMART CITY – Wie wird die Stadt der Zukunft aussehen?

Der Begriff der „Smart City“ begegnet einem im Alltag heute immer häufiger. Doch was kann man sich darunter genau vorstellen?

 

Mehr als 50 Prozent der Weltbevölkerung leben in der Stadt – bis 2050 sollen es sogar 70 Prozent sein. Damit stellt die Stadt und ihre zukünftige Entwicklung einen wichtigen Zukunftsfaktor dar. Der Begriff Smart City kann als eine zukünftige Vision von Großstädten bezeichnet werden, welche effizienter, nachhaltiger, mobiler, grüner, vernetzter und sicherer sind. So definiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Smart Cities als „CO2-neutrale, energie- und ressourceneffiziente und klimaangepasste Städte von morgen“.

 

Die einzelnen Bereiche bzw. Dimensionen der Smart City sollen in den nächsten Wochen nach und nach in dieser Beitragsreihe vorgestellt werden.08

Julia und Tom ziehen um – Teil 4: Willkommen in Düsseldorf!

Der Umzug wurde dank der Unterstützung des Mieterportals mit Bravur gemeistert! Mittlerweile fühlen sich Julia und Tom schon richtig wohl in Ihrer Wohnung und die Einrichtung ist soweit auch abgeschlossen. Der erste Eindruck von der Stadt Düsseldorf ist schon mal gut, aber die letzten Tage haben die beiden vor allem Zuhause verbracht. Nun ist es an der Zeit mal vor die Tür zu gehen! In der Quartiers-App hat Julia bereits gesehen, dass es hier eine Funktion namens „Veranstaltungen“ gibt. Mal schauen, was hier so für den heutigen Abend empfohlen wird.

Außerdem stößt Julia auf den Pinnwandeintrag einer Nachbarin. Diese sucht nach einer Laufpartnerin, um sich auf einen Halbmarathon in der Stadt vorzubereiten. Das hört sich doch gut an! Cool, dass es über die App so leicht ist, neue Leute kennenzulernen!

So einfach hätten sich Julia und Tom den Umzug von München nach Düsseldorf gar nicht vorgestellt. Die beiden sind super glücklich über Ihre neue Wohnung und voller Dank gegenüber Ihrer neuen Verwaltung und insbesondere der Quartiers-App. Diese hat Ihnen in einigen Phasen des Umzugs gut unter die Arme gegriffen, sie an wichtige Aufgaben erinnert und mit den richtigen Ansprechpartnern und netten Nachbarn verknüpft.

Nach so einem guten Start kann die Zeit in Düsseldorf ja nur gut werden! Wir wünschen den beiden jedenfalls viel Erfolg!