Eine Beitragsreihe zum Hygge-Trend – Teil 01: Was ist Hygge?

Weihnachten steht kurz vor der Tür – die Weihnachtsmärkte erleuchten die Städte; Zuhause duftet es nach Tanne, Mandarinen und Glühwein; wir verbringen mehr Zeit mit der Familie; genießen gutes Essen und freuen uns über gemütliche Momente im warmen Zuhause. Zumindest diejenigen unter uns, welche die Planung der Festtage ohne allzu großen Stress im Griff haben, fühlen sich sicher schon richtig hyggelig. Hyggelig?

Kennen Sie schon Hygge? 

Auch 2017 hat der alljährliche World Happiness Report wieder bestätigt: die Norweger und die Dänen sind von allen Nationen am glücklichsten. Ihr Lebensstil ist gezeichnet von einer guten Work-Life-Balance: soziales Wohlbefinden, Entschleunigung und Komfort werden in den nordischen Ländern großgeschrieben. Der dänische Begriff „Hygge“ fasst all diese Faktoren zusammen und beschreibt damit das Maximum an Geborgenheit und Glückseligkeit. Ein Gefühl für die Menschen, Dinge und Momente um sich herum zu entwickeln, die das Leben lebenswert machen – darum geht es beim Hygge. Diese positive Lebensphilosophie der Dänen wird aktuell auch hier stark diskutiert und inspiriert zu neuen Denkweisen und Ideen, vor allem auch im Bereich des modernen, urbanen Wohnens. So beschreibt das Zukunftsinstitut  den neuen Trend wie folgt:

Hygge ist ein Antimodell zur flüchtigen urbanen Lebensweise – innerhalb der urbanen Lebensweise. Doch es geht nicht um „neue Spießigkeit“, sondern um einen aufgeklärten, gestalterischen Umgang mit Dingen, Menschen, Situationen.

 

Aus isoliertem Cocooning wird neue Wir-Kultur

In den 90ern konnte allgemein eine Bewegung hin zur privaten Isolation beobachtet werden, welche damals mit dem Begriff „Cocooning“ versehen wurde. Diese war wohl die Reaktion auf den materialistischen und hyperindividualistischen gesellschaftlichen Wandel. Den neuen „Hygge-Trend“ kann man als eine Weiterentwicklung dieser Form des Rückzugs beschreiben, welche das Bedürfnis nach Erholung und Privatheit mit einem sozialen Miteinander in Einklang bringt. Das beste Beispiel für eine hyggelige Atmosphäre: ein gemütliches abendliches Essen mit guten Freunden oder der Familie, Kerzenschein, draußen schneit es in dicken Flocken vom Himmel, es läuft ruhige Musik und die Gespräche drehen sich mal nicht um die Arbeit oder Probleme, sondern beispielsweise um schöne gemeinsame Erinnerungen. Als hyggelig bezeichnet werden also etwas allgemeiner formuliert Aktivitäten, die der Entspannung und Entschleunigung dienen, dabei aber nicht zwingend komplette Isolation bedeuten, sondern oftmals einen gewissen Gemeinschaftscharakter haben. Die kleinen Dingen des Lebens wertschätzen und sich die Zeit dafür nehmen. Aus unserer Sicht ein schöner Ansatz – gerade jetzt zur Weihnachtszeit.

In den kommenden Beiträgen werden wir noch weiter über das Thema „Hygge“ sprechen: Wie können wir unser Leben hyggeliger gestalten? Wie bringe ich den Hygge-Stil in mein Zuhause? Und wie kann ein digitales Mieterportal von ANIMUS mir bei dem neuen Lebensstil helfen und unterstützen?

Der nächste Beitrag zum Thema Hygge wird am Donnerstag (21.12.2017) hier auf dem Blog erscheinen.

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