SMART CITY – Teil 3: Information & Kommunikation

Einen weiteren wichtigen Bestandteil der Smart City Definition stellt die Weiterentwicklung und Verbreitung der Bereiche Information und Kommunikation dar. Hierbei wird die Kommunikation neu definiert werden und sich nicht mehr nur getrennt auf Festnetz, Mobilfunk und Internet beschränken, sondern alle Kommunikationsinfrastrukturen miteinander vereinen. Neben den heute bereits üblichen Endgeräten wie Smartphones oder Notebooks werden außerdem weitere Kommunikations-Endpunkte, wie bspw. Autos, Küchengeräte, Gebäude oder Straßen ins Kommunikationsnetz integriert werden.

Damit sollen neue Maßstäbe vor allem hinsichtlich der öffentlichen Verfügbarkeit von Informationen und Transparenz geschaffen werden. Mit dem Berliner Open-Data-Portal wird das in einem bundesweit ersten Pilotprojekt in Kooperation mit Fraunhofer FOKUS erprobt. Daten aus der städtischen Verwaltung, wie bspw. zur Verkehrssituation, Luft- und Wasserqualität, Pollenflug oder Umweltdaten, sollen für alle zugänglich gemacht werden. Damit werden aber auch Themen wie Datenschutz und Datensicherheit zunehmende Bedeutung erlangen.

Das mobile Internet wird zunehmend noch wichtiger werden und bis 2020 den Hauptanteil der Internetnutzung einnehmen. Dazu werden die bestehenden Netze nicht ausreichen – neuartige Breitbandnetze werden bereits weltweit getestet. Breitbandige Kommunikationsnetze sind deshalb eine wichtige Lebensader für die Stadt der Zukunft.

SMART CITY – Teil 2: Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit

Seit den 1990er Jahren bestimmt nachhaltige Entwicklung, also einer Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne die Bedürfnisse späterer Generationen zu gefährden, den Stadtentwicklungsdiskurs. Auslöser dieses Umdenkens sind Herausforderungen wie der Klimawandel und die Grenzen des Wachstums. Das Konzept der Nachhaltigen Stadt basiert vor allem auf einer ökologischen, ökonomischen und sozio-kulturellen Betrachtungsweise.

Ziele einer nachhaltigen Stadt bzw. Stadtentwicklung und Stadtpolitik können dabei sein:

  • ökologische Dimension: nachhaltige Nutzung erneuerbarer Ressourcen und minimale Nutzung nicht-erneuerbarer Ressourcen
  • ökonomische Dimension: Betonung einer regionalen Kreislaufwirtschaft, minimale Transportintensität und z.B. eine Innovationspolitik mit dem Fokus auf eine nachhaltige Wirtschaftsweise
  • sozio-kulturelle Dimension: multikulturelles Zusammenleben, Mitverantwortung und demokratische Partizipation der Bevölkerung

SMART CITY – Teil 1: Mobilität

Mobilität – Stau gehört der Vergangenheit an

 

Ob durch intelligente Leitsysteme für den Verkehr, der Nutzung von Real-Time-Informationen zur besseren Ausnutzung des Straßennetzes oder durch eine intermodulare Routenplanung: das Thema Mobilität bietet zum heutigen Standpunkt noch viel Verbesserungspotenzial. Experten gehen davon aus, dass durch eine digitale Verkehrssteuerung eine Kapazitätssteigerung von bis zu einem Drittel erreicht werden kann – ganz ohne bauliche Maßnahmen.

Die Verbreitung von elektronisch betriebenen Fahrzeugen und ein Ausbau des Car-Sharing-Netzes, welches in vielen großen deutschen Städten bereits genutzt wird, kommen zusätzlich der Umwelt zugute.

Die Weiterentwicklung der Zahlungsmethode Mobile Payment – also einfache Durchführung von Zahlungen übers Smartphone – hat ebenfalls eine Auswirkung auf die Mobilität: hierdurch erhofft man sich eine Absenkung der Schwarzfahrerrate und größere Auslastung des öffentlichen Nahverkehrs.15

SMART CITY – Wie wird die Stadt der Zukunft aussehen?

Der Begriff der „Smart City“ begegnet einem im Alltag heute immer häufiger. Doch was kann man sich darunter genau vorstellen?

 

Mehr als 50 Prozent der Weltbevölkerung leben in der Stadt – bis 2050 sollen es sogar 70 Prozent sein. Damit stellt die Stadt und ihre zukünftige Entwicklung einen wichtigen Zukunftsfaktor dar. Der Begriff Smart City kann als eine zukünftige Vision von Großstädten bezeichnet werden, welche effizienter, nachhaltiger, mobiler, grüner, vernetzter und sicherer sind. So definiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Smart Cities als „CO2-neutrale, energie- und ressourceneffiziente und klimaangepasste Städte von morgen“.

 

Die einzelnen Bereiche bzw. Dimensionen der Smart City sollen in den nächsten Wochen nach und nach in dieser Beitragsreihe vorgestellt werden.08